Gasthaus Sittl

Lerchenfelder Gürtel 51, 1160 Vienna, Österreich Wegbeschreibung für diesen Spot
Lerchenfelder Gürtel 51
1160 Wien
Österreich
+43 1 4050205

4 Bewertungen für Gasthaus Sittl

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  • corrrazzzoncito
    • 21
    • 3
    • 13. Mai 2012

    Wer sich auf eine Zeitreise begeben will, aber nicht in eine auf 70er Jahre getrimmte Retro-Lounge begeben will, sondern das richtige Wien aus den 60er/70er/80er Jahren sehen will, der muß ins Weinhaus Sittl. Ich kenne das Sittl schon aus meiner Schulzeit - 20 Jahre her und es hat sich dort garantiert nichts verändert. Schon damals bewunderte ich den Zigarettenautomaten - ohne Zigaretten, aber dafür mit Preisschild: 10 Schilling. Das muß selbst dazumals sehr lang her gewesen sein, denn ein Packerl A3 kostete vor 20 Jahren 18 Schilling. Na egal. Auf jeden Fall ist das ganze Lokal wie in einer Zeitkapsel konserviert, inclusive Resopal-Interieur, den angegammelten Tischen, Ofen mit dem riesigen Ofenröhrl und der Budel. Jetzt nennt sich das Schank oder so. Aber das, was im Sittl steht ist eine Budel. Mit Vitrine. Wobei zu befürchten ist, daß die Mannerschnitten noch aus der Zeit stammen, als im Zigarettenautomaten noch Zigaretten waren und die 10 Schilling gekostet haben. Ein Teil des Publikums ist auch noch ein Altbestand von seinerzeit. Die unrasierten, mit wässrigen Basedowaugen ausgestatteten Spiegeltrinker, die schlurfenden Schrittes das Lokal betreten und dann leise mit sich selbst unterhaltend das ein oder andere Vierterl in sich reinschütten. Und das gleiche triefäugige Modell gibt es auch weiblich und ist immer unvorteilhaft gekleidet. Die alten Gürteltiere sitzen alle links, wenn man reinkommt. Das restliche Publikum ist gemischt. Oft sind es Neugierige, die Sozialpornographie betreiben und die Trinkerurgesteine wie seltene Tiefseefische anstarren. Welches Inventar die Zeitreise aus den 80er Jahren nicht überlebt hat war der kleine Schwarzweißfernseher, der auf der Budel gestanden ist und den Zuseher mit Schneetreiben davon abgehalten hat, einen weiteren Blick zu riskieren und der alte Ober. Das war noch ein Ober vom alten Schlag und trug Smoking. , Der Smoking war ursprünglich einmal sicher schwarz, hat aber im Laufe der Jahrzehnte des Nichtputzens einen wunderbaren Spiegel bekommen, bei dem man sich praktischerweise die Frisur richten konnte, wenn er vorbeiging und im Schulterbereich war er vollgestaubt mit Schuppen. Leider dürfte dieser verstorben sein um den ist echt schade - der hat sein Handwerk noch beherrscht. Wenn er volltrunken war hat man es ihm kaum angemerkt, nur ist er dann immer weiter nach vorne geneigt gegangen. Als Relikt bleibt einem immerhin noch der Wirt, der früher immer mit weißem Kittel hinter der Budel gestanden ist, da hat er mich immer an einen Apotheker erinnert. Im Grunde genommen ist er ja auch sowas Ähnliches. Man sollte sich beeilen, weil sich der gute Mann auch schon im fortgeschrittenen Alter befindet und jetzt zwei Tschechinnen bestellt hat, die servieren. Die sind zwar eh lieb und so, aber sie passen nicht zum Flair. Er sollte schauen, daß er vielleicht aus der Pratergegend noch irgendwo so einen alten Kellner auftreibt, mit an richtigen Wiener Schmäh. Achja, essen kann man auch gut im Sittl. Es gibt eine reichhaltige Speisenauswahl und die Preise sind sehr volkstümlich. Natürlich auch die von den Getränken.

  • Ezy E.
    • 7
    • 3
    • 11. Mai 2012

    Urwiener Gasthaus mit Gastgarten, versifft anmutender Gaststube und Stammgästen à la "Alltagsgeschichten". Gehört mittlerweile zu meinen Stammlokalen. Das Wiener vom Kalb ist das mit Abstand beste in Wien,

  • stormgrass
    • 48
    • 45
    • 15. Dez 2011

    It's the perfect start for a night out. Serves decent food for very reasonable money's and is host to a wide array of different people. A favourite.